04 2016 Ich blicke mich

Blick-Trilogie4

Ich blicke vor, ich blicke zurück. Ich blicke nach oben, ich blicke nach unten. Ich blicke mich.

Beim Schauen sehe ich die Welt. Die Welt ist Natur, Umnutzung des Menschen, Gesellschaft – der Planet und die Zivilisationen. Das Betrachten der Welt wirft mich aus mir heraus und wieder zurück zu mir selbst. Ich blicke mich durch die Welt.

 

Ich blicke vor, ich blicke zurück. Ich blicke nach oben, ich blicke nach unten. Ich blicke mich.

Der eigene Blick formt mich und ich forme durch Empathie mit anderen die Welt. Unabhängigkeit funktioniert in selbstgewählter Isolation ohne soziale Kontakte. Ohne Sozialität keine Individualität. Ohne Individualität kein spezifisches Ich. Ohne spezifisches Ich kein Selbstbewusstsein. Ohne Selbstbewusstsein kein Blick auf mich. Ohne Blick(e) auf mich, kein Ich.

 

Ich blicke vor, ich blicke zurück. Ich blicke nach oben, ich blicke nach unten. Ich blicke mich.

Reflexion ist der Blick auf uns, der Blick auf andere, der Blick auf mich. Reflexion ohne Emotion ist abstrakt und ungebunden. Ohne natürlichen Bezug zum anderen. Reflexion mit Emotion ist der Herrscher seiner Selbst. Emotionale und reflektierte Empathie ist der Schlüssel zur Achtung des eigenen Selbst durch den eigenen Respekt anderer.

 

Ich blicke vor, ich blicke zurück. Ich blicke nach oben, ich blicke nach unten. Ich blicke mich.

Anerkennung ohne unreflektierte Verurteilung und Abwertung ist im Wunsch des Blickes von mir auf mich menschlich und kulturunabhängig. Beim Blick von mir auf mich sehe ich den Menschen; der Mensch als Individuum und Körperschaft mit Würde für und an sich.

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03 2016 Der Blick auf mich

Blick-Trilogie3

Wir blicken vor, wir blicken zurück. Wir blicken nach oben, wir blicken nach unten. Sie blicken mich.

Die Anderen blicken auf mich. Sie sehen mich und ich sehe sie. Ein Blick, zwei Blicke, in einem Augenblick –  fortwährend wiederkehrend. Geordnete Blicke neben sortierenden und verwirrenden Blicken zeigen die Abstufungen der Aufmerksamkeit der Menschen. Die Wahrnehmung von mir durch die anderen, zeigen die eigne Existenz.

 

Wir blicken vor, wir blicken zurück. Wir blicken nach oben, wir blicken nach unten. Sie blicken mich.

Verhaltensweisen sind Entscheidungen. Entscheidungen welche gesehen werden – könnten, müssten, sollten. Die Beobachtung ist natürlich, das Interesse ist an Beobachtung ist geübt. Der Blick der anderen auf mich ist gewohnt an üblichen Orten. Doch ungewohnt in neuen Situationen. Gerade das neue erweitert und motiviert das eigene und fremde Interesse an neuen Beobachtungen.

 

Wir blicken vor, wir blicken zurück. Wir blicken nach oben, wir blicken nach unten. Sie blicken mich.

Unüberlegte Handlungen sind lapidar oder gefährlich. Die Einordnung geschieht durch uns, alle anderen und mich. Die Mehrheit bestimmt die Abstufung. Wenn diese sich wiederum unüberlegt, bloß emotional basierend zeigt, ist die Abstufung ehr gefährlich. Handlungen sollten überlegt sein. Aber egal ob der Blick der anderen reflektiert oder impulsiv geschieht, so bestimme ich mich doch durch die Blicke der anderen.

 

Wir blicken vor, wir blicken zurück. Wir blicken nach oben, wir blicken nach unten. Sie blicken mich.

Die unbewusste Hilfe aller zur Formung des eigenen Handelns ist der Blick der anderen auf mich. Das eigene Selbst braucht die anderen und die anderen brauchen mich für ihr eigenes Selbst.

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02 2016 Der Blick auf andere

Blick-Trilogie2

Wir blicken vor, wir blicken zurück. Wir blicken nach oben, wir blicken nach unten. Wir blicken andere.

Wir sehen durch uns den anderen. Den Anderen gegenüber, nebenan, hintendran und vorneweg. Wir sehen die anderen durch unseren Blick im Alltag, in Überraschungsmomenten, gemeinsam oder allein. Der Andere sieht uns und wir sehen ihn.

 

 

Wir blicken vor, wir blicken zurück. Wir blicken nach oben, wir blicken nach unten. Wir blicken andere.

Beim sehen nutzen wir die Sinne und den Verstand. Das Sehen füllt uns mit Informationen und Anreizen zu Stimulationen. Die Sinne reagieren auf Reize; die Emotionen und die Reflexion reagieren auf die entstandenen Eindrücke. Eindrücke durch andere werden zu Eindrücken von uns. Filter im Chaos der Eindrücke schaffen wir durch Begriffe und emotionale Schranken. Der Verstand in seinem Tun ist der Türsteher der Reflexion.

 

 

Wir blicken vor, wir blicken zurück. Wir blicken nach oben, wir blicken nach unten. Wir blicken andere.

Unsere Eindrücke durch die anderen mögen verwirren, ins Chaos leiten, eine Achterbahn der Gefühle ausbreiten. Nur dann, wenn kein Gerüst vorhanden ist. Ein Gerüst aus stabilen Streben der Begriffe. Basierend auf sinnlicher, emotionaler und rationaler Erfahrung. Neue Eindrücke, andere Sitten, Gebräuche und Handlungsweisen. Ohne Gerüst ist Verwirrung.

 

 

Wir blicken vor, wir blicken zurück. Wir blicken nach oben, wir blicken nach unten. Wir blicken andere.

Die Natur der Verwirrung ist emotionale Gewalt. Stark leitende Richtungsangaben mit ungewissem Ausgang. Verwirrung kann zu Angst oder Selbstüberschätzung führen. Hilfe für den Blick von uns auf andere muss durch andere auf uns geschehen. Der geübte Geist ist empathisch in seiner Vernunft durch den eigenen Blick auf andere. Beim Blick von uns auf andere, brauchen wir die anderen und die anderen uns. Sonst die eine Übung ohne Wirkung oder eine Wirkung ohne Reflexion.

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01 2016 Der Blick auf uns

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Wir blicken vor, wir blicken zurueck. Wir blicken nach oben, wir blicken nach unten. Wir blicken uns.

Wir, dass ist der Mensch in seiner Ausdifferenzierung seines Willens. Der Mensch ist selbst – ist wir. Wir, im Willen nach vorn zu schauen und dabei persoenliche Dinge nicht aus den Augen zu verlieren. Wir, im Willen nach vorn zu schauen und dabei nicht nur an mich denken, sondern auch die anderen mit in die eigenen Gedanken einzubeziehen. Wir, im Willen nach vorn zu schauen und dabei auf das Gute in Zuversicht zu vertrauen. Darauf zu vertrauen, dass der Mensch durch eigene Gedanken, durch selbststaendiges Reflektieren dazu in der Lage ist, sich ein Bild zu erschaffen. Ein Bild im Blick der eigenen Vernunft.

Wir blicken vor, wir blicken zurueck. Wir blicken nach oben, wir blicken nach unten. Wir blicken uns.

Wir, im Willen gerichtet nach hinten und dabei die Erfahrung blickend. Wir, im Willen gerichtet nach hinten und dabei die Erinnerung des Negativen akzeptierend, das Schoene labend erfreuen. Wir, im Willen gerichtet nach hinten und dabei vergangenes beruecksichtigend blickend. Blickend die Ereignisse des Willens sichten, sortieren, stigmatisieren – bewerten im Vergleich zu anderen; Gedanken – Menschen. Ein Wille im Blick zurück.

Wir blicken vor, wir blicken zurueck. Wir blicken nach oben, wir blicken nach unten. Wir blicken uns.

Wir, im Willen schauen zum Himmel und dabei zu den Traeumen der Vorstellung. Wir, im Willen schauen zum Himmel und dabei auf Wuensche unserer Vorstellungskraft. Wir, im Willen schauen zum Himmel und dabei auf Ideen der eigenen Fantasie. Fantasie als Ergebnis unserer Reflexion der willentlichen Erfahrung unseres Dinges – Kino. Der Blick des Willens nach oben.

Wir blicken vor, wir blicken zurueck. Wir blicken nach oben, wir blicken nach unten. Wir blicken uns.

Wir, im Willen deuten zum Boden und dabei zum Ursprung von oben, vom Grund zurück und vor. Wir, im Willen deuten zum Boden und dabei zum Elixier des physischen Antlitzes. Wir, im Willen deuten zum Boden und dabei zum Kern des wir. Ohne Wir kein ihr. Ohne Wir kein sie. Ohne Wir kein Ich. Nur Ich durch uns. Das Ich entscheidet zwischen den Wir in mir, dir, uns. Ich wähle einen Willen, welcher erkennt, was er kann. Ich blicke in die eignenen Willensdifferenzen. Wir blicken uns.

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